Forschung und Entwicklung

Obwohl medizinische Therapie immer auf Bewährtem aufbaut, ist sie auch ständig im Fluss. Wir bemühen uns, in unserer Klinik „evidenz-basierte“ Verfahren einzusetzen, d. h. Behandlungsmethoden, von denen wir wissen, dass sie auch wirken. 

Leider besteht gerade im Rehabilitationsbereich eine große Lücke: viele Methoden scheinen so offensichtlich „wirksam“ zu sein, dass sich noch nie jemand bemüht hat, dies auch nachzuweisen.

Andere Methoden „wirken,“ obwohl es ihnen zunächst nur wenige zutrauen.

Hier besteht eine Herausforderung für den behandelnden Arzt und Therapeuten. Zur Zeit laufen in unserer Klinik wissenschaftliche Untersuchungen sowohl im motorischen als auch im sprachtherapeutischen und im neuropsychologischen Bereich. Dabei werden einzelne Therapieverfahren evaluiert: z. B. das „forced-use“ Konzept, das gerätegestützte Gangtraining und das roboterassistierte Handtraining im motorischen Bereich, ein spezielles Dysarthrie-Feedback-Verfahren im logopädischen Bereich oder eine spezielle Form des Neglect-Trainings im neuropsychologischen Bereich.

Stets werden neue Studien zur Therapieevaluation geplant, um neueste Erkenntnisse der experimentellen Neurobiologie möglichst rasch für unsere Patienten nutzbar zu machen. 

Wir führen klinische Studien in Zusammenarbeit mit der Universität Düsseldorf und vielen anderen Kliniken und Instituten in ganz Europa und der Welt durch. 

Dafür benutzen wir nicht nur klinische Parameter, sondern nutzen auch Untersuchungen mit Hilfe der kortikalen Magnetstimulation (MEP) und der Magnetresonanztomografie (MRT).

Daher können sowohl strukturelle als auch funktionelle MR-Untersuchungen an einem der modernsten Scanner der Region unmittelbar in der Klinik durchgeführt werden. Deren Ergebnisse können dann mit den jeweiligen Fähigkeiten der Patienten vor und nach der Therapie verglichen werden. Dies hilft uns, die Wirkmechanismen therapeutischer Interventionen besser zu verstehen. 

Weitere Informationen:

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit besteht in der möglichst effizienten und patientenorientierten Umsetzung dieser neuen Erkenntnisse in unserer Klinik (Versorgungsforschung). In diesem Rahmen arbeiten wir intensiv an der Erstellung von Leitlinien für die motorische Rehabilitation von Schlaganfallpatienten mit. Diese Leitlinien sollen helfen, die Behandlung innerhalb Deutschlands und mittelfristig auch innerhalb Europas auf einem hohen Niveau zu standardisieren. Sie werden von der Deutschen Gesellschaft für Neurologische Rehabilitation veröffentlicht.