St. Mauritius Therapieklinik für Neuro-Forschung ausgezeichnet

10.12.15

Forschungspreis der Fürst Donnersmarck-Stiftung geht an Düsseldorfer und Meerbuscher Reha-Forscher

Der renommierte und mit 30.000 Euro dotierte internationale Forschungspreis der Fürst Donnersmarck-Stiftung ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an ein Forschungsteam der St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für seine systemmedizinische Arbeit zur Wirksamkeit von Neurorehabilitation bei älteren Menschen sowie an James F. Malec von der Indiana University School of Medicine. Letzterer beschäftigt sich mit Langzeiteffekten post-akuter Neurorehabilitation nach Hirnschädigungen in den USA. Fünf, mit je 3.000 Euro dotierte Belobigungen wurden an eine italienische Wissenschaftlerin und vier deutsche Wissenschaftler ausgesprochen.

Ältere Menschen erhalten nach einem Schlaganfall oft nur eine beschränkte geriatrische Rehabilitation. Jüngere Menschen hingegen bekommen meist eine intensive Neurorehabilitation. Grund ist die Vorstellung, Ältere würden von einer intensiven Behandlung wenig profitieren - wären eventuell sogar überfordert. Diese These haben die Preisträger aus Meerbusch und Düsseldorf jetzt widerlegt.

Die Rehabilitationswissenschaftlerin Bettina Studer hat bei über 2.300 Patienten gemessen, wie gut sich Betroffene durch vier Wochen Neurorehabilitation erholen. Die Ergebnisse der Verlaufsstudie belegen, dass die intensive Neurorehabilitation Menschen über 80 Jahren genauso gut hilft wie Menschen zwischen 65 und 80 und Menschen unter 65 Jahren. Unabhängig vom Alter bringt jede Stunde mehr an Therapie ein Mehr an Erholung und ein Weniger an Pflegeabhängigkeit. „Zu alt für Neurorehabilitation“ ist durch diese Arbeit als ein altersdiskriminierendes Vorurteil wissenschaftlich widerlegt.

Durchgeführt wurde die in der angesehenen Fachzeitzeitschrift „Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry“ veröffentlichte Studie an der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch und beinhaltete inten-sive Neurorehabilitation „bis an die Leistungsgrenze“, wie Studienleiter Professor Stefan Knecht formuliert. Das Team freut sich über den Preis; das Geld will es der Initiative „Neuro-Reha – Forschung für Menschen“ stiften, um weitere drängende Fragen zu beantworten - etwa die Frage, wie stark verzögerter Beginn von Neurorehabilitation die Erholung beeinträchtigt.

Die Preisverleihung fand am 20.11.2015 im P.A.N. Zentrum für Postakute Neurorehabilitation der Fürst Donnersmarck-Stiftung in Berlin-Frohnau statt. Die Stiftung schafft mit mehr als 600 Mitarbeitern Angebote für Menschen mit Behinderung in den Bereichen Rehabilitation, Wohnen, Assistenz, Touristik, Freizeit, Bildung und Beratung.

Weitere Informationen: www.fdst.de/forschungspreis



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