Virtuelle Realität im Dienste der Gesundheit

EU Fördermittel in Höhe von 2,4 Millionen € um virtuelle Realität (VR) in der Rehabilitation zu entwickeln

Eine neu zusammengestelltes europäisches Konsortium hat 2,4 Millionen € Fördergelder der Europäischen Gemeinschaft aus dem Programm Interreg NorthWest Europe für ein Projekt zur Entwicklung von Therapieverfahren mit Einsatz der virtuellen Realität (VR) in der Rehabilitation erhalten. Die Koordination hat die Sint Maartenskliniek in Nimwegen (NL). Das auf drei  Jahre angelegte Projekt VR4REHAB soll Universitäten, Rehabilitationskliniken und Unternehmen, zusammenbringen um Forschung und Anwendung der VR im Genesungsprozess von Patienten in der Rehabilitation rascher voranzubringen.

Der Bereich der VR ist rund um den Globus ein wachsendes Feld. Im Gesundheitswesen, speziell im Bereich der Rehabilitation, steckt die Nutzung der VR noch in den Anfängen. Die Sinkt Maartens Kliniek arbeitet bereits im Bereich der posturalen Kontrolle mit VR. Remco Hoogendijk, der Innovationsmanager der Sint Maartenskliniek sagt, dass die Ergebnisse des Projektes VR4REHAB nicht nur die Therapieverfahren für Patienten verbessern, sondern diese auch sehr viel attraktiver gestaltet werden können. Dies ist ein wichtiger Faktor um Nachhaltigkeit von Therapien in der Rehabilitation zu erreichen. Digitale (VR) Spiele z.B. können mittels Sensoren gleichzeitig die Aktivität des Patienten messen. Dies ermöglicht eine sofortige Anpassung an die Situation des Patienten im Sinne von „feed back“ Mechanismen.

Das Konsortium VR4REHAB setzt sich aus folgenden Institutionen der Region NordWest Europa zusammen:

  • Sint Maartenskliniek (NL)
  • European Association for Virtual Reality and Augmented Reality (BE)
  • St. Mauritius Therapieklinik (DE)
  • Teesside University (UK)
  • Royal Free London NHS Trust (UK)
  • Université de Lille 1 - Sciences et Technologies (FR)
  • Games for Health Europe (NL)

Die Projektgruppe VR4REHAB plant in den nächsten Jahren verschiedene Aktivitäten, wie z. B. „Hackathons“. Diese Aktivitäten sollen erst neue Ideen zur Applikation von Therapie-Paradigmen erzeugen, die dann technisch umgesetzt werden und in den beteiligten Rehabilitationskliniken unter wissenschaftlicher Begleitung im Therapiealltag angewandt werden. Der Anteil der St. MauritiusTherapieklinik, Neuropädiatrie ist die Entwicklung von VR unterstützten Modulen für die Rehabilitation kognitiver und affektiver Defizite bei Kindern und Jugendlichen mit erworbenen (z.B Schädelhirntrauma, Schlaganfall) oder Cerebralparese neurologischen Erkrankungen.

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