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Das Therapiekonzept mit Aspekten der Motorik

Im Bereich der Motorik sind vier Berufsgruppen vertreten:

Die Physiotherapeutinnen und -therapeuten arbeiten in erster Linie an der Verbesserung und dem Wiedererlangen der Mobilität. Dazu gehören im Bereich der Aktivität/Partizipation Körperpositionen aufrechtzuerhalten oder zu ändern, sich fortzubewegen, Gegenstände zu tragen und zu bewegen. Im Bereich der Körperfunktionen kümmern sie sich um die Verbesserung von Kraft und Beweglichkeit.

Die Sportlehrerinnen und -lehrer verbessern vorrangig Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und kardiovaskuläre Funktionen bei schon gehfähigen Patientinnen. Ihnen obliegt insbesondere die Förderung von gesundheitlich orientiertem Verhalten.

Ergotherapeutinnen und -therapeuten sind primär an der Verbesserung und dem Wiedererlangen der Selbstversorgung beteiligt. Für diese Berufsgruppe steht die Verbesserung des Hand- und des Armgebrauchs, dass sich Waschen und Anziehen und Hausarbeiten erledigen, im Vordergrund. Auf dem Gebiet der Körperfunktionen schulen sie die Sensorik und schließen die Behandlung von kognitiven Störungen mit ein.

Die Masseurinnen und Masseure bieten Maßnahmen der physikalischen Therapie an. Dazu zählen Atemtherapie, Lymphdrainage zur Entödematisierung, Massagen zur Schmerzlinderung, Colonmassagen zur Anregung der Darmtätigkeit und Elektrotherapie zur Aktivierung von paretischer Muskulatur.

Zunächst durchlaufen die Patientinnen und Patienten in allen Berufsgruppen, deren Therapie indiziert ist, eine speziell Aktivitätsbezogene Befundung, die insbesondere die Aspekte Kraft- und Ausdauerminderung und/oder Fatigue der Post-/Long-COVID-Patientinnen und Patienten im Alltag berücksichtigt.

Stark eingeschränkte Patientinnen und Patienten werden in Co- oder Einzeltherapie behandelt. Sobald wie möglich wird jedoch in Gruppen geübt, um beim Training mit- und voneinander zu lernen.

Unsere Therapieverfahren leiten sich in erster Linie von evidenzbasierten Therapieprinzipien ab. Als wichtige Kernelemente des motorischen Lernens gelten hier:

  • Aufgabenorientiertes Lernen
  • Bedeutsame Zielsetzung auf Aktivitäts- und Partizipationsebene
  • Motivationsförderung
  • Repetition
  • Shaping (Therapie an der Leistungsgrenze)
  • Einsicht erlangen, dass eigenständiges Training für die Verbesserung von Fähigkeiten essentiell ist und wie man es in den Alltag integrieren kann

Diese Prinzipien werden in den Einzel- und Gruppentherapie-Angeboten als auch bei den Therapieformen mit computer- und robotergestützten Therapiegeräten wie dem Lokomaten, Armeo und VR-Brillen, die eine virtuelle Realität vorspiegeln, angewendet.