Integrierte Neurorehabilitation umfasst die Fachgebiete Neurologie, Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin, Neurochirurgie, Rehabilitationswesen und Geriatrie. Um in diesem Spektrum Patientenversorgung auf höchsten Niveau zu ermöglichen, ist uns eine anspruchsvolle und systematische Fort- und Weiterbildung wichtig.

 

Ärzte

Ausbildungsmöglichkeiten zum Facharzt in unserem Neurozentrum umfassen:

  • Weiterbildung Neurologie
  • Weiterbildung Innere Medizin
  • Zusatzweiterbildung Rehabilitationswesen
  • Zusatzweiterbildung Geriatrie

 

Die ärztliche Weiterbildung beinhaltet:

  • Einführungstag im Verbund katholischer Kliniken Düsseldorf
  • weiterer Einführungstag in Neurorehabilitationszentrum der St. Mauritius Therapieklinik
  • Einarbeitungshandbuch zu Strukturen, Prozessen und Standard Operating Procedures
  • Einarbeitungswoche auf der Station
  • enge fachärztliche Betreuung durch die Neurologen, Internisten, Kardiologen, Intensivmediziner, Neurochirurgen und Psychiater des Neurozentrums
  • tägliche Fallvorstellung in Verbindung mit Bilddemonstration
  • elektronisches Informations-, Bild- und Medikamenten-Managementsystem mit Warnfunktionen
  • wöchentlicher Journal-Club
  • wöchentliche Intensivmedizin-Fortbildung
  • wöchentliches interdisziplinäres Luncheon, meist mit externen Referenten
  • radiologische Besprechung der Bildgebung im Haus, insbesondere der eigenen Kernspintomografie
  • ab Monat 7 Möglichkeit zu teilzeitiger Rotation in der Zusatzdiagnostik:
    • Elektroenzefalografie
    • Evozierte Potentiale
    • Neuro- und Myografie
    • Dopplersonografie
    • Fiberoptische Evaluation des Schluckens (FEES)
    • Langzeit-Elektrokardiografie
    • Abdomensonografie
    • Transthorakale und transösophageale Echokardiografie
    • Gastroskopie und Anlage perkutaner endoskopischer Gastrostomien (PEG)
    • Anlage suprapubischer Blasenkatheter
    • Ventileinstellung von ventrikuloperitonealen Shuntsystemen
    • Botulinumtoxin-Behandlung
  • Freistellung und Finanzierung weiterer externer Fortbildungsveranstaltungen
  • Möglichkeit zu wissenschaftlichem Arbeiten in Betreuung der Abteilung für Forschung & Entwicklung

Die Weiterbildung Neurologie bieten wir vollumfänglich an und gehen dabei durch unsere thematische Breite über die Vorgaben für die Facharztweiterbildung Neurologie innerhalb der Ärztekammer Nordrhein* hinaus. Die anerkannten Weiterbildungszeiten umfassen derzeit 18 Monate in unseren Abteilungen für neurologische Rehabilitation, 12 Monate in unserem Krankenhaus für neurologische Intensivmedizin, 12 auf Neurologie anrechenbare Monate in der Weiterbildung Innere Medizin im Neurozentrum, 12 Monate oder länger in unserer neurologischen Schwesterklinik im Marienhospital Düsseldorf sowie 12 Monate oder länger in unserer psychiatrischen Schwesterklinik in Düsseldorf-Elbroich. Prägend für unsere Weiterbildung sind Allgemeinneurologie, Schlaganfallneurologie, Neurorehabilitation und neurologische Intensivmedizin. Die Weiterbildung Neurologie kann in unserem Haus ergänzt werden durch die Zusatzweiterbildungen Rehabilitationswesen und Geriatrie.

 

 

* Vorgaben für die Facharztweiterbildung Neurologie innerhalb der Ärztekammer Nordrhein 

 

Definition

Das Gebiet Neurologie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation der Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems einschließlich der Muskulatur.

 

Facharzt/Fachärztin für Neurologie
(Neurologe/Neurologin
)

 

Weiterbildungsziel

Ziel der Weiterbildung im Gebiet Neurologie ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte.

 

Weiterbildungszeit

60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon

  • 24 Monate in der stationären neurologischen Patientenversorgung
  • 12 Monate in Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie und/oder Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten
  • können bis zu 12 Monate im Gebiet Innere Medizin und/oder in Allgemeinmedizin, Anatomie, Neurochirurgie, Neuropathologie, Neuroradiologie und Physiologie angerechnet werden
  • können bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/angerechnet werden

 

Weiterbildungsinhalt

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation neurologischer Krankheitsbilder und Defektzustände
  • der neurologisch-psychiatrischen Anamneseerhebung einschließlich biographischer und psychosozialer Zusammenhänge, psychogener Symptome sowie somatopsychischer Reaktionen
  • der Indikationsstellung und Überwachung neurologischer, neurorehabilitativer und physikalischer Behandlungsverfahren
  • der Indikationsstellung und Auswertung neuroradiologischer Verfahren
  • der interdisziplinären diagnostischen und therapeutischen Zusammenarbeit auch mit anderen Berufsgruppen der Gesundheitsversorgung wie der Krankengymnastik, Logopädie, Neuropsychologie und Ergotherapie einschließlich ihrer Indikationsstellung und Überwachung entsprechender Maßnahmen
  • der Indikationsstellung soziotherapeutischer Maßnahmen
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie
  • den Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie
  • der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • neurologisch-geriatrischen Syndromen und Krankheitsfolgen einschließlich der Pharmakotherapie im Alter
  • den Grundlagen neurologisch relevanter Schlaf- und Vigilanzstörungen
  • den Grundlagen der Verhaltensneurologie und der Neuropsychologie
  • den Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung
  • der Hirntoddiagnostik
  • der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild
  • der intensivmedizinischen Basisversorgung
  • der Akutbehandlung von Suchterkrankungen

 

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

  • Elektroenzephalographie
  • Elektromyographie
  • Elektroneurographie einschließlich der kortikalen Magnetstimulation
  • visuelle, somatosensible, akustisch und motorisch evozierte Potentiale
  • Funktionsdiagnostik des autonomen Nervensystems
  • Funktionsanalysen bei peripheren und zentralen Bewegungsstörungen sowie Gleichgewichtsstörungen
  • Funktionsanalysen bei Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
  • neuro-otologische Untersuchungen, z. B. experimentelle Nystagmusprovokation, spinovestibuläre, vestibulospinale und zentrale Tests
  • verhaltensneurologische und neuropsychologische Testverfahren
  • sonographische Untersuchungen von Nervensystem und Muskeln sowie Doppler-/Duplex-Untersuchungen extra- und intrakranieller hirnversorgender Gefäße
  • neurologische Befunderhebung bei Störungen der höheren Hirnleistungen, z. B. der Selbst- und Defizitwahrnehmungen, der Motivation, des Antriebs, der Kommunikation, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, der räumlichen Fähigkeiten, des Denkens, des Handelns, der Kreativität
  • Erstellung von Rehabilitationsplänen, Überwachung und epikritische Bewertung der Anwendung von Rehabilitationsverfahren
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial aus dem Liquorsystem
  • Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung

 

Richtlinien

Logbuch